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W. Schachtschneider
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Hydraulischer Abgleich / Heizungsoptimierung

Manche Heizkörper werden wärmer als andere? Da kann ein hydraulischer Abgleich helfen.

Hydraulischer Abgleich

Eine Heizungsanlage funktioniert nur dann effizient, wenn alle Komponenten ideal aufeinander abgestimmt sind. Damit Sie nicht unnötig Energie ver­schwen­den, können wir Ihre Heizung durch einen hydraulischen Abgleich optimieren.

Ohne hydraulischen Abgleich kann es passieren, dass einige Räume mit zu viel Wärme versorgt werden und andere Räume werden nicht richtig warm. Die Folge ist ein hoher Energieverbrauch, da die Heizung meist einfach höher aufgedreht wird, um die gewünschte Temperatur im Zimmer zu erreichen. Noch schlimmer: Der Wärmeerzeuger (Heizkessel, Wärmepumpe etc.) wird überdimensioniert.

Bei einer Heizungsoptimierung werden die entsprechenden Hauptkomponenten der Anlage (Regler, Kessel, Pumpen, Heizkörper, Thermostate etc.) optimal aufeinander abgestimmt und überflüssige Verluste minimiert. Zu einer Heizungsoptimierung gehören:

  • Hydraulischer Abgleich
  • Voreinstellung der Thermostatventile
  • Einstellung der Förderhöhe an der Pumpe
  • Optimierung der Vorlauftemperatur

Der hydraulische Abgleich der Anlage stellt einen entscheidenden Aspekt der Optimierung des Gesamtsystems dar. Er stellt sicher, dass alle Heizkörper oder Heizkreise der Fußbodenheizung exakt mit der Heizwassermenge versorgt werden, die notwendig ist, um die gewünschte Heizleistung zu erzielen.

Hydraulischer Abgleich

Ist die Heizungsoptimierung nur in einem Neubau möglich?

Nein, denn gerade im Gebäudebestand findet sich ein erhebliches Einsparpotential.

Bestehende Anlagen beinhalten meist hochwertige Einzelteile, es mangelt lediglich am für die Energieeinsparung nötigen Zusammenspiel der vorhandenen Komponenten.

Häufig ist es sinnvoll, alte Einzelkomponenten und Energiefresser (wie z.B. die alte Heizungspumpe) gegen hocheffiziente Produkte auszutauschen.

Welche Einsparungen sind drin?

Durch optimal aufeinander abgestimmte Heizkomponenten kann eine Einsparung der Energiekosten von bis zu 20 % erzielt werden.

Neben der Einsparung an Energie heizt die Heizung besser bzw. effizienter und die angeschlossenen Geräte, wie zum Beispiel die Heizkörper, werden entlastet.

Regelmäßige Wartungen und notwendige Reparaturen tragen dazu bei, dass Ihre einmal optimierte Heizanlage auch in Zukunft das Höchstmaß an Einsparung bietet.

Förderung Heizungsoptimierung

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können Sie für die Heizungsoptimierung einen Zuschuss von 20 % der Kosten beim BAFA beantragen. WICHTIG: Stellen Sie den Antrag unbedingt vor Beauftragung der Maßnahmen.

Folgende Maßnahmen werden von diesem Programm gefördert:

  • Austausch von Heizungs-Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente Modelle. Eine Liste der förderfähigen Pumpen finden Sie auf der BAFA-Seite.
  • Heizungsoptimierung bei bestehenden Heizungssystemen durch einen sogenannten hydraulischen Abgleich

Zusammen mit einem hydraulischen Abgleich können zusätzliche Optimierungsmaßnahmen an bestehenden Anlagen gefördert werden:

  • Anschaffung und fachgerechte Installation von voreinstellbaren Thermostatventilen und Einzelraumtemperaturreglern
  • Strangventile
  • Techniken zur Volumenstromregelung
  • Separater Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik und Benutzerinterfaces
  • Pufferspeicher
  • die professionelle Einstellung der Heizkurve

Die Förderungssumme beträgt 20 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Die Maximalförderung beträgt dabei 60.000 Euro pro Wohneinheit.

Alle geförderten Maßnahmen und Produkte müssen für mindestens zwei Jahre ordnungsgemäß und zweckdienlich eingesetzt werden und dürfen selbstverständlich nicht verkauft werden.

Damit die Förderung zum Tragen kommen kann, müssen Sie sich vor Beginn aller Maßnahmen online beim BAFA (Homepage) registrieren. Nach der Registrierung haben Sie sechs Monate Zeit die Maßnahmen umsetzen zu lassen und die Anträge samt aller relevanten Daten einzureichen bzw. zu übermitteln. Zudem müssen die Maßnahmen von einem Fachbetrieb, wie wir es sind, durchgeführt werden!

Ansprechpartner für alle Fragen zu diesem Programm „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ ist das BAFA. Die Experten des BAFA sind telefonisch unter folgender Nummer erreichbar 06196 908-1001

Wann ist ein hydraulischer Abgleich sinnvoll?

Wenn Ihre Heizungsanlage bisher noch nicht optimiert wurde, macht es in den meisten Fällen Sinn, sie einer Optimierung zu unterziehen. Darüber hinaus gibt es aber zusätzliche Anzeichen dafür, dass ein hydraulischer Abgleich fehlt:

  • bestimmte Heizkörper werden nicht richtig heiß, während andere Heizkörper sehr schnell sehr heiß werden.
  • Auf das Jahr gerechnet sind Ihre Heizkosten pro Quadratmeter zu hoch.
  • Die Heizungsrohre geben aufgrund von der hohen Strömungsgeschwindigkeit oft Geräusche ab.
  • Bei der Heizung sind hohe Vorlauftemperaturen bemerkbar.
  • Der Wirkungsgrad der Heizungs ist gering, weil sie mit ausgesprochen hohen Rücklauftemperaturen und unausgeglichenen Volumenströmen arbeiten muss.
  • Die Brenner Ihres Heizkessels takten sehr oft (zu häufige Brennerstopps)
  • Aufgrund des hohen Differenzdrucks geben Ihre Heizungsventile Geräusche von sich.
  • Obwohl die gewünschte Temperatur bereits erreicht ist, schließen die Heizungsventile nicht richtig oder die Motoren zum Schließen der Ventile sind überlastet.
  • Ungeregelte Heizungspumpen mit hoher Leistung kommen zum Einsatz (hohe Stromkosten).
  • Sie bemerken einen hohen Verbrauch von Strom oder Heizenergie.

Tipps

  • Die EnEV (Energieeinsparverordnung) schreibt in Deutschland einen hydraulischen Abgleich für zu erstellende oder zu sanierende Anlagen zwingend vor, um unnötigem Energieverbrauch vorzubeugen.
  • Bei einem Austausch des Kessels sollte eine Heizungsanlage in jedem Fall wieder neu justiert werden (hydraulischer Abgleich und Einstellung der Pumpenleistung auf die neue Anlage).

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